Das FifiRadio
Auf dem Fichtenfieldday 2005
des DARC OV Lennestadt
gab es für jeden Teilnehmer
die Möglichkeit ein speziell für diesen Anlass entwickeltes Radio
aufzubauen. Aufgrund der prima Qualität und Nachbausicherheit (100%
Funktionstüchtig nach max. 7,21 Minuten debugging :-)) rechne ich
damit, daß es deutlich über den FIFI hinausgehendes Interesse wecken
wird. Unter Projekte/UKW-Radio auf der genannten Website findet man die
kpl. Dokumentation, ich möchte hier nur ergänzend kommentieren.
Alle Angaben hier sind ohne
Gewähr und eventuelle Mods macht jeder auf eigene Gefahr !
Falls es jemand aufbaut und
es ein wenig hakt, bin ich bereit ein wenig Support zu leisten.
Hier ein kleiner Klau, wie
das
Radio vor dem Fifi angekündigt wurde:
- Frequenzbereich
87.5...108 MHz, per automatischem Suchlauf im 100-kHz-Raster abstimmbar.
- Stereo-Empfang.
- Speichertaste
zur direkten Abstimmung auf einen Lieblingssender.
- Serielle
Schnittstelle zum PC (2400 Baud). Einstellen der Frequenz vom PC aus.
Der PC kann auch den Empfangspegel des eingestellten Senders auslesen.
- Optional
(bisher nicht getestet, aber vermutlich bis zum FiFi hardwaremäßig ok):
RDS-Demodulator. Die Dekodierung des RDS-Datenstroms muß der PC
übernehmen. Ein Software-Dekoder wird bis zum FiFi leider noch nicht
fertig sein.
- Betrieb mit drei Batteriezellen
(Trockenbatterie oder Akku): 3.6...4.5V
- Kopfhöreranschluß
über Klinkenbuchse. Das Kopfhörerkabel dient als Antenne. Einfaches
Ausschalten des Radios durch Abziehen des Kopfhörers. Nach Einstecken
des Kopfhörers wird der zuletzt gehörte Sender wieder eingestellt.
Beschreibung:
- Antenne:
Kopfhörerschnur wird
über eine kleine NF/HF Weiche als Antenne benutzt.
-
Tuner: basiert auf
NXP-Schaltkreis TEA 5768:
, sparsam, hochintegriert und
enthält kompletten PLL-Oszillator, Quadraturdemodulator,
Stereodecoder.
- NF: Das die beiden
Audiosignale linker+rechter Kanal werden von einem TDA7050 auf
Kopfhörerpegel hochgebracht, dazu sind keine ext. Bauteile nötig.
Leider abgekündigt.
- RDS-Demodulation: Dafür sorgt
ein SAA6579.
- Steuerung: PIC16F630
Microcontroller von Microchip
Eigene Ideen:
Das Gerät ist uneingeschränkt
eingehäusenswert !
Stromersparnis: RDS-Demodulator entfernen, das erspart ca. 6
mA. Achtung, offene Digitaleingänge abschließen! Die anderen Komponenten
dürften bis mindestens 3V hinunter noch funktionieren.
Größenreduktion: Wer das Fifiradio unbedingt
und nur in einer Taschenversion bauen will und nicht auf
PC-Steuerung/RDS Wert legt, dem könnte dashier helfen die Höhe gering
zu halten:
- Bauteile in
passenderer, niedrigerer Bauform suchen
- Sub-D-9-Buchse
weglassen oder (fummelig!) gegen eine einfache Buchsenleiste ersetzen.
- Poti weglassen, Audiosignale über mit Einzelwiderständen
aufgebaute Dämpfungsglieder zum TDA7050, Kopfhörer mit
Kabel-Fernbedienung verwenden. Schadet der Leistungsbilanz!
- RDS-Demodulator weglassen
- Restliche ICs
ohne Sockel einbauen
Akkubetrieb: Handy-LiIon Akkus eignen sich, z.B. Nokia BLC-2
Nachbauten. Laufzeit 28h. Damit wird die Stromversorgung
a)leichter und b) kleiner. Montage: Einfach mit Gummibändern unter die
Platine
schnallen :-) Beim LiIon-Betrieb sollte man aber aufpassen, daß
man den Akku nicht tiefentlädt, wenn der Empfang aussetzt sollte
wirklich Ende sein !
"Richtige Antenne":
Die kleine
SMD-L-C-Kombination neben der 3,5mm Klinkenbuchse für den Kopfhörer ist
die Weiche die das Empfangssignal aus dem Kopfhörerkabel auskoppelt. Um
eine "richtige" Antenne anzuschließen, einfach die zur nahen
Platinenkante zeigende Lötung des Kondensator trennen und am (z.B. um
90° gedrehten) Kondensator statt des Kopfhörerkabels die eigene,
"richtige" (Wurf-)Antenne anschließen.
NEWS:
Kai-Uwe, DF3DCB hat mir vor
einigen Tagen mitgeteilt, daß es neue PIC-Software fürs Fifiradio gäbe,
die einen treffsichereren Sendersuchlauf ermöglicht (Kanalmitte und
keine doppeltreffer mehr), und das jetzt ein komfortableres Bedienteil
anzuschließen ist. Das hat als hervorstechendes Merkmal ein Display
über das man erfährt was die Rundfunkanstalt so über RDS mitzuteilen
hat :-)
Auf dem Fifi 2007 wurde das Radio durch ein Bedienteil mit LCD ergänzt.