Leistungsmeßkopf mit AD8313 - "el logarithmo"


Man nehme...

mir schon vor geraumer Zeit ist ein Exemplar AD8313 von Analog Devices, ein logaritmischer Detektor für den Frequenzbereich 100 MHz .. 2500 MHz und den Pegelbereich ca. -60 dBm .. 0 dBm, zugeflogen. Kurz darauf gabs von Jens, DL8SDL eine kleine Leiterplatte, die bestückt mit eben jenem AD8313, bischen Kleinkram und Einbau in ein kleines Al-Fräsgehäuse ein Pegelmeßkopf (mit Abschluß) für obengenannten Pegel- und Frequenzbereich ergab.
(Am Stück gekauft wär sowas viel teurer ;-))

Messkopfansicht

Wie man im Bild erkennen kann ist der Meßkopf angenehm klein (Die seitlich angebrachten Sachen müssen noch abgedeckelt werden) und kann mit seinem Frontseitigen N-Stecker direkt angeschlossen werden, was in den meisten Fällen verlustbringende Adapter erspart. Die seitlichen Anschlüsse sind Masse und (über Duko) Betriebsspannung, direkt hier vor Ort auf +5V stabilisiert, das intern vorerstärkte Ausgangssignal ist am PL-Stecker auf der Rückseite abzugreifen. Das Ausgangssignal ist gewissermaßen eine "dB-lineare", also eigentlich logaritmisch abhängige, pegelabhängige Spannung. Momentan existiert noch kein direkt gewidmetes Pegelmeßgerät, allerdings kann ich mein HP-Multimeter programmieren um den Eingangspegel direkt in dB, mit nem gewissen Restfehler, ablesen zu können.

Nach der Aufnahme der Eingangspegel/Ausgangsspannungs-Kennlinie für verschiedene Frequenzen mithilfe eines SMS 2 Meßsenders und Voltcraft Hosentaschenvoltmeters konnte ich Geradengleichungen aufstellen, die ich ins HP eingeben kann. Die Differenz der Kennline zur Geradengleichung habe ich auch erfasst um zu sehen, um wieviel der Anzeigewert "danebenliegt".

Ein zweites mal kalibriert wurde der Meßkopf im Januar 2007, nachdem ich eine empfohlene Änderung für eine verbesserte Anpassung ausprobierte und wieder rauswarf, und "nebenbei" einen Meßsender* angeschafft hatte. Auch hier hab ich wieder die Pin/Uout-Kennlinien für mehrere Frequenzen (allerdings nur bis 520 MHz) aufgenommen. Erfasst und verwurstelt wurde alles mit einer Tabelle in OpenOffice Calc.

Eine angenehme Überraschung ist das der AD8313 auch unterhalb seines spezifizierten Frequenzbereichs noch mit Einschränkungen nutzbar ist. Alles in allem eine gute Lösung zur Pegelmessung im Amateurfunk, und immer dran denken: "Wenn ma e Fehler kennt isses nimmee ganz so schlimm!"

Weitere Vorhaben: Zurzeit plane ich den Aufbau eines Pegelmessers speziell für diesen Meßkopf.
Konzept:


*=sowas kauft man nicht nebenbei. Für sowas muss man sparen, "watt" sonst !