Die Landplage - der YAESU FT-817
Auch ich besitze seit Januar 2004 einen dieser häufig verkauften, einer Landplage nicht unähnlichen Transceiver.
Im Dezember 2004 habe ich ihn zum ersten mal aufgeschraubt. Was eigentlich als Akku-Prüfung begann, endete nicht mit der völligen Zerstörung, sondern mit der ersten Modifikation:

DRM mit der Funker-Handtasche
DRM-Empfang mit dem Gerät ist relativ simpel:
Es gibt einen Steckplatz für ein optionales Filter, gedacht für nachgekaufte extra schmale Filter. Aber wer benötigt so etwas schon ???
Ein Ansatz DRM nachzurüsten ist entweder einer der 467 Mixer, das ist die sauberste Methode, aber man muss halt in einen Mischer investieren. Die billigste Lösung ist einfach, durch einen 4,7k-Widerstand ein besonders breites Filter zu simulieren.
Der Widerstand ist bei mir einfach an die Stiftleisten angecrimpt. Dann muss das optionale Filter aktiviert und einer Betriebsart zugewiesen werden, aktiviert wird es durch Auswahl der NARROW-Bandbreite. Der erste Versuch, mit Soundkarte aus dem Signal der Kopfhörerbuchse mit der Software DReaM (aus der TU Darmstadt) DRM zu decodieren, gelang nach etwas Aufwand. Der NF-Amplitudenfrequenzgang ist nicht perfekt. Auch die Auswahl USB/LSB, die Frequenzeinstellung und die "Flip spectrum"-Option sind etwas gewöhnungsbedürftig einzustellen, die Trägerfrequenz muss am "Kanalrand" eingestellt werden. Der erste DRM-Empfang macht auch Spaß, insbesondere ein "flackerndes" SBR hört sich merkwürdig an, aber an Klang und Bedienung gewöhnt man sich.
Achtung: Diesen Änderungsvorschlag führt jeder auf eigene Gefahr aus. Während der Garantiezeit sollte man nicht an Geräten rummodifizieren, trotz meines schlechten Vorbilds. Für Schäden übernehme ich keine Haftung. Auf Mods.dk ist von einem Italiener, IW0HK, ein ähnliches Verfahren vorgeschlagen, der OM benutzt einen Kondensator statt eines Widerstandes.
Update: Ich habe meinen FT-817 nach IW0HK umgebaut, "weil das jeder so macht". Die Ergebnisse waren enttäuschend, ich hab ihn wieder auf meinen Umbau zurück geändert.
Empfehlung für kleine Antenne
Auf der Website von PA0FBK gibt es einen Bauvorschlag für eine aktive Ferritstabantenne. Die passt wunderbar zum FT-817. Problematisch ist das Abschätzen der Windungszahl wenn man einen Ferritkern unbekannter Daten hat, ich bin vorläufig bei Mittelwelle gelandet :) Mit dieser Antenne habe ich zum ersten mal die 30dB-SNR-Marke bei DReaM "geknackt".
Nachtrag Januar 2006: Gewährleistungsfrist ist abgelaufen, möge die Schlacht beginnen :-)
Datenkabel
Tip: USB-Handydatenkabel für Ericsson Handys (T-Serie) funktionieren auch am FT-817, obwohl sie für 3,3V Logik ausgelegt sind.
Webtipp
Sehr gute Website zum FT-817: http://www.ka7oei.com/ft817pg.shtml